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London V-Day Post 3 February 20, 2009

Posted by Steven in Freetime.
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Es ist unglaublich was manche Menschen für einen grandiosen Zirkus veranstalten wenn sie reisen. Ich gestehen ihnen sogar ein, dass sie das nicht mit Absicht machen. Aber für einen ordentlichen deutschen Mitbürger wie mich ist dieser Zirkus wirklich sehr unangenehm. Warum hat all diesen Spaniern, Franzosen und Brasilianern niemand beigebracht, dass ja wohl Ruhe die erste Bürgerpflicht ist.

Ein wohl erzogener Deutscher Mitbürger schafft es durchaus mittels überlegter Planung auch mit einer ganzen Familie und 10 Koffern ruhig und erfolgreich zu verreisen. Diese Brasilo-Afrikanische Familie die da in Boston Manor zugestiegen ist besaß diese Fähigkeit nicht.

Es war ein Zirkus kann ich Euch sagen: Der Zug war eindeutig beschriftet und sie mussten erstmal rausfinden ob da wenn “Terminal 2” draufsteht auch wirklich ne Reise nach “Terminal 2” drin ist. Nun gut diesen Punkt würde ich Ihnen ja dieses Mal nicht ankreiden. Denn wir kennen ja unsere geliebten Briten. Die chaotische Technik haben die ja auch drauf. Also sich versichern ist Okay. Aber wie gesagt in der letzten Sekunde entschied Mama Mukanba dann doch noch gefühlte 8 Koffer und 2 Kinder (plus Schwester und Ehemann) in die “Picadilli Line” zu quetschen. Natürlich stand ich direkt an der Ecke der Tür und bekam erstmal das sabbernde Kleinkind ab und dann die 2 riesigen pinkfarbenen Koffer. […]

Die nächsten 3 Stationen haben die dann versucht ihr massives Gepäck umzusortieren. Mit eher mäßigem Erfolg. Eigentlich mit gar keinem Erfolg. Die Koffer erstreckten sich mittig um den Türbereich herum. Während fleissig umgeschichtet wurde ließ der mittelgroße Bruder seine gefüllte Wasserpistole auf die Fahrgäste rieseln. Mama half dann nach indem sie einfach und konsequent die Pistole komplett auf dem Boden des Zuges ausschüttelte. Übrigens hatte Mama während des überhasteten Einstiegs eine leichte Fingerverletzung davongetragen. Sie rieb sich das Blut fachmännisch an den Kollegen in der überfüllten U-Bahn ab – unter anderem an mir. Als sich dann auch noch unsere Hände berührten an der Haltestange, da wurde mir vollends schwummrig.

Der Zirkus für den Rest der Reise war relativ unspektakulär. Mama quetschte ihrer Schwester noch schnell eine Ibuprofen in den Mund und schrubbelte dann mit den Rückseiten ihrere Finger an der Gusche ihres Kleinkinds herum – wirklich sehr ekelig. Ich habe es vor ihnen aus der Terminalstation geschafft und wünsche dieser chaotischen Reisegruppe noch eine gute Reise.

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